Vorweg, damit niemand falsch abbiegt: ero-senpai.de ist ein Satire-Projekt mit 18+-Humor rund um Ecchi- und Anime-Kultur — die selbsternannte „weltweit erste peer-reviewte Enzyklopädie für Anime Tiddies“. Wer sich davon nicht angesprochen fühlt: völlig okay. Für alle anderen ist dieser Bericht die Antwort auf die Frage, warum so ein Projekt in meinem Portfolio steht.
Die kurze Antwort: Weil es die beste Content-Übung war, die ich je gemacht habe.
Eine Nische konsequent zu Ende denken
Jeder redet von „Nischen-Content“ — die wenigsten ziehen es durch. ERO-SENPAI ist das Experiment: Was passiert, wenn man ein absurd spezifisches Thema mit vollem handwerklichem Ernst behandelt? Über 94 Enzyklopädie-Einträge mit eigener Taxonomie, dazu „Heilige Fabeln“, Cup-Tier-Lists, ein Oppai-IQ-Quiz und ein Blog. Jedes Format hat eine klare Funktion: Die Enzyklopädie sammelt Longtail-Suchanfragen ein, Quiz und Tier-Lists erzeugen Verweildauer und Shares, die Fabeln geben dem Ganzen eine erzählerische Klammer.
Satire braucht seriöses Handwerk
Das Kontraintuitive daran: Gerade weil der Inhalt ein Witz ist, muss die Technik stimmen. Suchmaschinen kennen keine Ironie — sie sehen Struktur, interne Verlinkung, saubere Meta-Daten und einen RSS-Feed. Und weil auf der Seite Analytics und Werbung denkbar sind, gibt es ein DSGVO-konformes Consent-Management, bei dem Statistik und Marketing strikt Opt-in sind, plus ordentliches Impressum. Satire ist kein Freifahrtschein für schlampiges Handwerk.
Was hängen bleibt
- Humor ist ein Differenzierungsmerkmal, das kein Wettbewerber kopieren kann
- Formate (Quiz, Tier-List, Fabel) schlagen Einzelartikel — sie sind wiederholbar und erwartbar
- Eine Taxonomie, die von Anfang an steht, spart hunderte Stunden Nacharbeit
- Die Grenze zwischen „drüber“ und „daneben“ ist Redaktionsarbeit, kein Zufall
ERO-SENPAI läuft, wächst Eintrag für Eintrag — und sein Feed landet natürlich auch in meinem RSS-Reader fps2.de. Man gönnt sich ja sonst nichts.