Projektbericht: fps2.de — warum ich 2026 noch einen RSS-Reader gebaut habe

Projektbericht: fps2.de — warum ich 2026 noch einen RSS-Reader gebaut habe

Wer meine Skills kennt, hat es vielleicht bemerkt: „RSS Feed“ steht da seit Jahren mit 95 Prozent. Das ist kein Zufall — RSS ist für mich das unterschätzteste Protokoll des Webs. Mit fps2.de habe ich ihm ein Zuhause gebaut.

Das Problem: Der Algorithmus entscheidet, was du liest

Social-Feeds zeigen dir, was Engagement bringt — nicht, was relevant ist. Newsletter fluten das Postfach. Und die guten alten Blogs? Existieren weiter, werden aber unsichtbar, wenn kein Algorithmus sie hochspült. Dabei gibt es seit über zwanzig Jahren eine Lösung: RSS. Jede Quelle, die du abonnierst, erscheint chronologisch. Kein Ranking, kein Tracking, keine „Für dich“-Manipulation.

Was fps2.de macht

fps2.de ist zwei Dinge in einem:

  • Ein Reader: Aggregierte Feeds in einer Kartenansicht mit Vorschaubildern, Zeitstempeln und Quellen-Badges — über 3.000 Artikel, direkt im Browser, ohne Anmeldung.
  • Ein Verzeichnis: Kuratierte „Beste Feeds“ in 15 Kategorien — von Tech, AI und SEO über Gaming und Anime bis Wissenschaft und Finanzen. Wer neu bei RSS ist, findet hier den Einstieg, inklusive einer eigenen „Was ist RSS?“-Erklärseite.

Die Kuration ist der eigentliche Wert: Feeds sterben, ziehen um oder verwässern — ein gepflegtes Verzeichnis ist Arbeit, die sich Google längst nicht mehr macht.

Was ich dabei gelernt habe

Feed-Aggregation klingt trivial und ist es nicht: Encodings, kaputte Datumsformate, Feeds die nur Teaser liefern, Bilder mal im enclosure, mal im content:encoded, mal gar nicht. Ein robuster Parser braucht mehr Sonderfälle als geplant — und ein gutes Caching, damit man die Quell-Server nicht nervt.

Nebenbei ist fps2.de auch ein Baustein in meinem kleinen Web-Ökosystem: Der Reader aggregiert unter anderem die Feeds meiner eigenen Projekte — vom Anime-Portal OtakuPulse bis zur Satire-Enzyklopädie ERO-SENPAI. Alles hängt zusammen.